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descriptionArthritische Hand
Rheuma tritt in vielen Formen auf. Mit die schmerzhafteste ist rheumatoide Arthritis: Die Gelenke entzünden und verformen sich und werden letztlich bewegungsunfähig.
descriptionRöntgenbild arthritischer Hände
Steife Finger am Morgen sind eines der ersten Anzeichen für die Erkrankung. Blutuntersuchungen und Röntgenaufnahmen ermöglichen die Diagnose.
descriptionKnietraining mit Theraband
Auch wenn rheumatoide Arthritis nicht heilbar ist: Mit Medikamenten und Bewegungstraining lassen sich Schmerzen lindern und Entzündungen abbremsen.
descriptionObjektive eines Mikroskops
Sind es Infektionen, die rheumatoide Arthritis auslösen? Experten sind den Ursachen auf der Spur und entwickeln darüber hinaus neue Behandlungsansätze.
descriptionFrau im Schwimmbecken
Jeder Betroffene kann selbst etwas dafür tun, die Lebensqualität zu erhalten. Wichtig sind die Ernährung, aber auch Rheumabäder und Wärmetherapie.
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Angriffsziel Gelenke

Rheumatoide Arthritis (RA) ist die häufigste chronische Gelenkerkrankung und wird auch als chronische Polyarthritis oder Rheuma bezeichnet. Das ist nicht ganz korrekt, da Rheuma ein Oberbegriff für verschiedene Krankheiten des Bewegungsapparats ist. Die Ursachen der rheumatoiden Arthritis sind noch nicht vollständig geklärt. Sicher ist jedoch, dass eine Autoimmunreaktion beteiligt ist. Das heißt, das Immunsystem richtet sich gegen die Zellen des eigenen Körpers und zerstört ihn auf diese Weise. Rheumatoide Arthritis ist nicht heilbar. Allerdings lassen sich die Beschwerden durch die heute verfügbaren Therapien lindern.

Im Überblick



Rheuma oder rheumatoide Arthritis?

Rheuma und rheumatoide Arthritis sind nicht das Gleiche, werden aber häufig gleichbedeutend gebraucht. Rheuma kommt aus dem griechischen und bedeutet übersetzt reißen oder fließen. Gemeint sind damit die reißenden, fließenden Schmerzen, die Rheuma verursacht und die der Erkrankung dadurch den Namen verliehen hat.

Rheuma ist ein Sammelbegriff für sämtliche Erkrankungen des Bewegungsapparates, außer Verletzungen und Krebs. Nicht nur die Gelenke, auch das Bindegewebe und die Muskeln können erkranken. Häufig ist auch das Bindegewebe innerer Organe wie Herz, Lunge, Leber oder Darm betroffen. Mittlerweile sind circa 450 verschiedene rheumatoide Erkrankungen bekannt. Die Krankheitsbilder können in vier Gruppen unterteilt werden. Man unterscheidet zwischen entzündlichem, degenerativem und stoffwechselbedingtem Rheuma und Weichteilrheumatismus.
  • Der Begriff Arthritis bezeichnet entzündliche Erkrankungen eines oder mehrerer Gelenke und/oder der Wirbelsäule. Man spricht auch von entzündlichem Rheuma. Meistens führt man die entzündlichen Prozesse auf eine Autoimmunreaktion des Körpers zurück. Das Immunsystem bekämpft dann die eigenen Körperstrukturen. Bei Arthritis ist vor allem die Gelenkinnenhaut betroffen. Die entzündeten Gelenke schmerzen, schwellen an und werden steif. Je nach Krankheitsbild kann es auch zu Verformungen der Gelenke kommen. Wenn Bakterien die Gelenke befallen und Entzündungen auslösen, spricht man von infektiöser Arthritis. Dies ist beispielsweise bei Borreliose der Fall. Diese Krankheitserreger (Borrelien) werden durch Zecken übertragen. Eine infektiöse Arthritis kann auch als Komplikation bei Mumps, Röteln, Windpocken, rheumatischem Fieber, Gonorrhöe oder Tuberkulose auftreten.
  • Mit dem Überbegriff Arthrose werden Krankheiten bezeichnet, die die Gelenke und/oder die Wirbelsäule betreffen. Arthrose wird auch als degeneratives Rheuma bezeichnet. Die Krankheitsbilder werden überwiegend durch Verschleiß ausgelöst. Der Gelenkknorpel verliert mit zunehmendem Alter oder durch starke Beanspruchung seine stoßdämpfende und gelenkschützende Funktion. Anfangs entstehen kleine Risse im Knorpel, im fortgeschrittenen Stadium ändern sich ganze Gewebestrukturen. Schließlich wird das Knorpelgewebe zerstört und durch Narbengewebe ersetzt: Das Knorpelgewebe ist "degeneriert". Es hat seine Struktur und Funktion verloren.
  • Von Gicht spricht man, wenn Harnsäure in den Gelenken abgelagert wird. Dadurch entstehen entzündliche Prozesse und Schmerzen. Ursache dafür sind Stoffwechselstörungen.
  • Erkrankungen der Muskeln, Sehnen, Bänder, Sehnenscheiden oder der Schleimbeutel werden unter Weichteilrheumatismus zusammengefasst. Sowohl Abnutzungserscheinungen als auch entzündliche Prozesse, Verletzungen, Fehlhaltungen und Verspannungen können dazu beitragen.

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Abgrenzung zu weiteren entzündlichen Gelenkerkrankungen

Die rheumatoide Arthritis ist nur eine von mehreren entzündlichen Gelenkerkrankungen. Außer ihr gibt es noch:
  • Akuter Gelenkrheumatismus ("Rheumatisches Fieber"): Das rheumatische Fieber tritt nach einer Infektion mit bestimmten Bakterien (beta-hämolysierenden Streptokokken) auf. Die Gelenke werden durch Zusammenlagerungen von Bestandteilen dieser Bakterien und Antikörper (Immunkomplexe) geschädigt. Durch den Einsatz von Antibiotika ist das rheumatische Fieber selten geworden.
  • Morbus Bechterew (Spondylarthritis ankylopoetica): Bei der Bechterewschen Krankheit, die vorwiegend Männer befällt, versteift die Wirbelsäule zunehmend in Beugestellung. Die Krankheit tritt familiär gehäuft auf. Bei 90% der erkrankten Patienten lässt sich ein bestimmtes genetisches Merkmal (HLA B27) nachweisen.
  • Juvenile chronische Polyarthritis (Morbus Still): Diese Krankheit tritt schon in der Kindheit auf. Sie kann dann wie die rheumatoide Arthritis verlaufen. Häufig sind innere Organe von der Entzündung betroffen.
  • Reiter-Syndrom: Beim Reiter-Syndrom tritt zur Gelenkentzündung zusätzlich eine Entzündung der Harnröhre und der Augen auf.
  • Lyme-Arthritis (Borreliose): Die Lyme-Arthritis wird durch Zeckenbisse übertragen und kann mit Antibiotika behandelt werden. Die Therapie sollte so früh wie möglich einsetzen, um Spätschäden zu vermeiden.
  • Gelenkentzündungen bei anderen Krankheiten: Gelenkentzündungen treten bei der Schuppenflechte (Psoriasis) und bei chronischen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa auf. Die rheumatoide Arthritis findet sich auch häufig in Verbindung mit Bindegewebskrankheiten (Kollagenosen).

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Daten und Fakten zur rheumatoiden Arthritis

In Deutschland haben 0,5-1 Prozent der Bevölkerung eine rheumatoide Arthritis (RA), Frauen sind etwa zwei- bis dreimal häufiger als Männer betroffen. Am häufigsten treten erste Krankheitszeichen zwischen dem fünften und siebten Lebensjahrzehnt auf.

Pro Jahr erkranken
  • 20-70 Frauen von 100.000 Frauen und
  • 10-20 Männer von 100.000 Männern.
Im höheren Lebensalter steigen diese Zahlen. Bei Personen über 60 erkranken jährlich
  • etwa 70 von 100.000 Frauen und
  • etwa 40 von 100.000 Männern.
Für Deutschland heißt das, dass jährlich bei 35.000 Erwachsenen und 500 bis 900 Kindern und Jugendlichen bis zum 16. Lebensjahr eine rheumatoide Arthritis diagnostiziert wird. Die Häufigkeit der Neuerkrankungen hat in den letzten 50 Jahren abgenommen, das Alter bei der Ersterkrankung ist gestiegen.

Die rheumatoide Arthritis führt schon früh zu Arbeitsausfällen. In sehr vielen Fällen führt die Erkrankung auch zu einem frühzeitigen Ende der Erwerbstätigkeit. Etwa 42 Prozent der betroffenen Frauen und 58 Prozent der betroffenen Männer zwischen 18 und 60 sind noch erwerbstätig (das sind 18 Prozent weniger als in der Normalbevölkerung).

Welche Kosten werden durch die rheumatoide Arthritis verursacht?


Es wird geschätzt, dass die medizinische Behandlung eines Patienten mit rheumatoider Arthritis 3.500–4.500 Euro pro Jahr kostet. Jeder Patient sucht im Schnitt etwa 20mal im Jahr einen Arzt auf. Alle primär ambulant betreuten Patienten mit RA sind im Durchschnitt etwa vier Tage pro Jahr im Krankenhaus, 13 Prozent aller Patienten nehmen an einer medizinischen Rehabilitationsmaßnahme teil.
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Symptome: So macht sich die Krankheit bemerkbar

Die rheumatoide Arthritis ist eine Erkrankung, die sich hauptsächlich an den Gelenken abspielt. Die meisten Betroffenen bemerken zunächst schmerzhafte und geschwollene Gelenke an Finger und Zehen sowie eine Hautrötung und eine allgemeine Steifigkeit der Gelenke, besonders am Morgen (Morgensteifigkeit). Später breitet sich diese Entzündung auch auf andere Gelenke wie Knie, Hüfte, Ellenbogen oder Schulter aus. Prinzipiell können alle Gelenke erkranken, wobei die Wirbelsäule eher selten betroffen ist.

Beschwerden durch Rheumaknötchen und versteifte Gelenke

In der Umgebung der entzündeten Gelenke können sich kleine Knötchen bilden, die "Rheumaknötchen", die man durch die Haut tasten kann. Sie sind oft gerötet und schmerzhaft. Schon bald nach Beginn der Gelenkerkrankung führt die Entzündung zu einer Zerstörung von Knorpel und Knochen im Gelenk. Durch Veränderungen der den Gelenken benachbarten Sehnen und Muskeln kommt es außerdem zu Verkrümmungen der Gelenke. Binnen kurzer Zeit sind die Gelenke nicht mehr so beweglich und kräftig wie vor der Erkrankung. Im Endstadium können sie fast völlig steif werden.

Erkrankung anderer Organe

Bei einigen Menschen sind nicht nur die Gelenke, sondern auch andere Organe von der rheumatoiden Arthritis betroffen. So kann es zu einer Vernarbung des Lungengewebes kommen (Lungenfibrose), das Herzgewebe kann sich entzünden, oder in der Niere entstehen Ablagerungen, die die Entgiftungsfunktion der Niere stören. Manche Menschen leiden auch unter Blutarmut (Anämie) oder entzündeter, dünner Haut.

Allgemeinsymptome durch die rheumatoide Arthritis

Die rheumatoide Arthritis kann auch zu Abgeschlagenheit, nächtlichem Schwitzen, leicht erhöhter Temperatur und Schmerzen in verschiedenen Muskeln führen. Für alle diese Krankheitszeichen gilt, dass sie schubweise oder dauerhaft zunehmend auftreten können.
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Gelenkschmerzen sind das Hauptsymptom

Die rheumatoide Arthritis verursacht als Hauptsymptom Schmerzen in den Gelenken, und zwar zuerst in den Gelenken der Finger. Im Laufe der Erkrankung können sich die Schmerzen auf jedes Gelenk ausdehnen.

Die rheumatoide Arthritis beginnt meist schleichend


Zu Beginn der Krankheit können die Schmerzen ganz unauffällig sein: Die Fingergelenke fühlen sich eher steif als schmerzhaft an, besonders, nachdem sie eine Zeit lang nicht bewegt wurden. Typischerweise tritt diese Steifigkeit morgens auf und kann über eine Stunde andauern. Außerdem reagieren die Gelenke schmerzhaft auf Druck: Ein kräftiger Händedruck zum Beispiel kann sehr unangenehm sein. Im Verlauf der Erkrankung nehmen die Schmerzen zu. Die Gelenke schmerzen auch in Ruhe, schwellen an und jede Bewegung kostet Überwindungskraft. Nicht immer jedoch beginnt die rheumatoide Arthritis so schleichend: Es kann auch zu dramatischen ersten Rheumaschüben kommen, mit starken Gelenkschmerzen und Flüssigkeitsansammlungen in den Gelenken (Gelenkergüsse).

Nicht nur Gelenke, auch Muskeln können schmerzen

Neben den Gelenkschmerzen treten oft auch Muskelschmerzen auf, die denen bei einer starken fieberhaften Erkrankung gleichen. Bei manchen Patienten sind auch die Nerven von der Entzündung betroffen, es können dann ganz unterschiedliche Schmerzen wie Brennen oder Stechen meist im Bereich der Hände und Füße auftreten.
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Die rheumatoide Arthritis beginnt oft in den Fingern

Typischerweise beginnt die rheumatoide Arthritis in den kleinen Gelenken der Hände und Füße, also in Fingern und Zehen. Meist sind zunächst die Grundgelenke und die mittleren Fingergelenke der Hände betroffen.

Viele Patienten bemerken zuerst Schmerzen beim Bewegen der Finger oder beim kräftigen Händedruck. Später treten die Schmerzen auch ohne Bewegung oder Druck auf. Oft sind die Gelenke auch leicht geschwollen. Nie befallen werden die Fingerendgelenke. Zu den Schmerzen kommt ein Gefühl von Steifigkeit, meist morgens nach dem Aufwachen (Morgensteifigkeit). In akuten Schüben der rheumatoiden Arthritis kann es auch zur Ansammlung von Flüssigkeit in den Gelenken kommen (Gelenkergüsse). Die Schmerzen sind Zeichen einer Entzündung, die sich im Gelenk abspielt.

Entzündung betrifft die Gelenke meist beidseitig

Beginnt die rheumatoide Arthritis in den Gelenken einer Hand, so wird die andere Hand bald folgen. Typischerweise sind die Gelenke immer spiegelbildlich (symmetrisch) betroffen.
Mit zunehmender Dauer der Erkrankung und häufigen akuten Schüben wird die Bewegung der Hände immer schwieriger. Zunächst wird das kraftvolle Zupacken, später auch leichtere Arbeit sehr schmerzhaft. Dies führt in der Regel dazu, dass die Patienten ihre Hände weniger und weniger benutzen und so die Muskeln immer schwächer werden.

Endstadium der rheumatoiden Arthritis: Ein völlig versteiftes Gelenk

Im späten Stadium der rheumatoiden Arthritis verformen und versteifen sich die Gelenke. Man spricht von einer "Schwanenhalsdeformität" der Finger, wenn die Fingermittelgelenke stark überstreckt und die Endgelenke abgeknickt sind. Bei der "Knopflochdeformität" sind die Fingermittelgelenke gebeugt und die Endgelenke stark überstreckt. Häufig ist auch die Abknickung der Finger in Richtung auf den kleinen Finger. Die Bewegungsmöglichkeiten werden immer geringer, schließlich können einzelne Gelenke völlig versteifen.
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Auch größere Gelenke können erkranken

Die für die rheumatoide Arthritis typischen Gelenkbeschwerden beginnen meist in den kleinen Gelenken der Hände und Füße, die sich weiter von der Körpermitte entfernt befinden. Mit zunehmender Krankheitsdauer und zahlreichen akuten Schüben jedoch breitet sich die Erkrankung immer mehr in Richtung Körpermitte aus. Das heißt, auch die größeren Gelenke erkranken: Sprunggelenk, Handgelenk, Ellenbogen, Knie, auch Hüft- und Schultergelenk. Selten ist auch die Halswirbelsäule betroffen. Besonders gefährlich ist eine Entzündung der oberen beiden Halswirbel, wodurch Druck auf das Rückenmark ausgeübt kann und auch Lähmungen möglich sind. Bei starker Überstreckung des Halses besteht auch die Gefahr eines Wirbelbruchs.

Gelenkschmerzen bei Bewegungen und in Ruhe

Wie für die kleinen Gelenke gilt auch für die großen: Zunächst schmerzen sie bei Bewegung, später auch in Ruhe, es kann zu Gelenkschwellungen kommen und in akuten Entzündungsphasen auch zu Flüssigkeitsansammlungen (Gelenkergüsse) im Gelenk. Besonders nach längerer Ruhe sind die Gelenke steif, und das oft über eine Stunde. Die Bewegungen werden immer schmerzhafter und schließlich können die Gelenke versteifen. Die Erkrankung verläuft in der Regel seitengleich, das heißt, die jeweiligen Gelenke der rechten und linken Körperhälfte erkranken gleichzeitig (symmetrisch).
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Verlauf der Krankheit: Schubweise schreitet die rheumatoide Arthritis fort

Die rheumatoide Arthritis ist eine chronische Erkrankung und verläuft in der Regel fortschreitend über viele Jahre. Meist beginnt die Krankheit zwischen dem 5. und 7. Lebensjahrzehnt (am häufigsten Mitte 50) mit der Entzündung einzelner Gelenke. Die Gelenke werden durch die Krankheit langfristig zerstört: Es entstehen Stoffe, die gesunde Knorpelzellen angreifen und zerstören. Statt der gesunden Knorpelzellen wachsen veränderte Knorpelzellen nach, die sich massiv im Gelenk ausbreiten und funktionsuntüchtigen Knorpel bilden. Dies führt schließlich zu einer Zerstörung des ursprünglichen Knorpels und des Knochens.

Die rheumatoide Arthritis kann den ganzen Körper betreffen

Doch die Autoimmunreaktion gegen körpereigenes Gewebe kann im weiteren Verlauf auch über die Gelenke hinausgehen und andere Organe betreffen. So kommt es zu den zahlreichen Krankheitszeichen der rheumatoiden Arthritis außerhalb der Gelenke, z.B. zu Herz- und Lungenveränderungen. Außerdem haben Patienten mit rheumatoider Arthritis ein doppelt so hohes Risiko, an bestimmten Blutzell-Krebsarten (Lymphome, Leukämien) zu erkranken.

Unterschiedliches Verläufe sind möglich

Die rheumatoide Arthritis kann unterschiedlich verlaufen. Bei ungefähr jedem fünften Patienten verläuft sie in Schüben, zwischen denen keine oder nur geringe Beschwerden vorhanden sind. Die Langzeitschäden sind bei diesen Patienten meist geringer. Bei jedem zehnten jedoch nimmt die Erkrankung einen sehr schweren Verlauf, das heißt sie führt rasch zu einer Zerstörung der Gelenke und greift auch auf andere Organe über.

Man hat festgestellt, dass unter bestimmten Umständen die Gefahr für einen schweren Krankheitsverlauf der Gelenkentzündung größer ist:
  • Der Rheumafaktor wird schon früh im Verlauf der Erkrankung nachgewiesen.
  • Der Patient ist bei Beginn der Erkrankung über 60 Jahre.
  • Weibliches Geschlecht: Frauen erleiden eine höhere Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit.
  • Menschen ohne stabile soziale Bindungen (Familie, Freunde), mit schlechten ökonomischen Bedingungen und niedrigem Bildungsniveau haben häufiger schwer verlaufende Formen.

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Grafik: Skelett mit hervorgehobenen Gelenken
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Autoimmunerkrankung: Bei der rheumatoiden Arthritis richtet sich das eigene Immunsystem gegen die Gelenke. Die rot markierten Stellen sind am häufigsten betroffen.
Grafik: Hand mit hervorgehobenen Gelenken
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Typische Symptomatik: Die rheumatoide Arthritis betrifft meist zunächst die kleinen Gelenke der Finger, charakteristischerweise aber nicht die Endgelenke.