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descriptionGrafik: Hüftknochen
Bei Osteoprose werden die Knochen instabil. Bereits die kleinste Belastung kann zu Knochenbrüchen und sogar zur Bewegungsunfähigkeit führen.
descriptionBein wird eingegipst
Oft wird Osteoporose erst dann entdeckt, wenn sie bereits fortgeschritten ist und dadurch ein Knochen bricht. Denn anfangs verläuft sie schmerzlos.
descriptionTabletten
Knochen werden wieder stark, wenn sie einerseits durch Bewegung dazu angeregt werden, andererseits Medikamente sie dabei gezielt unterstützen.
descriptionVerschiedene Käsesorten
Dass kalziumreiche Speisen die Knochen stärken ist bekannt. Doch auch die Vitamine B, C, D, K und der Mineralstoff Magnesium unterstützen ihre Stabilität.
descriptionHanteln
Vor allem Training mit Hanteln, Schwimmen, Wandern und Tanzen sind günstige Sportarten bei Osteoporose, Tennis und Handball dagegen nicht.
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Starke Knochen mit Sport, Kalzium und Medikamenten

Die Therapie der Osteoporose muss auf die spezielle Gefährdung des Einzelnen abgestimmt sein. Frauen und Männer mit erhöhtem Osteoporose-Risiko sollten mit Kalzium- und Vitamin-D-reicher Ernährung sowie Sport vorbeugen. Spezielle Medikamente unterstützen den Aufbau der Knochen.

Im Überblick



Sowohl für die Vorbeugung als auch die Therapie sind wichtig:
  • eine ausgewogene Ernährung, die viel Kalzium enthält und
  • eine regelmäßige körperliche Betätigung, bei der starke Kräfte auf Knochen und Muskeln wirken, durch die sie gestärkt werden. Besonders geeignet sind hier zum Beispiel Krafttraining oder Tanzen.
Personen mit Osteoporose, die aber noch keinen Knochenbruch erlitten haben, sollten alles daran setzen, einen Bruch zu vermeiden. Die Behandlung umfasst deshalb gesunde Ernährung, Sport und eine medikamentöse Therapie.

Betroffene, die bereits einen Knochenbruch durch Osteoporose (vor allem eines Wirbelkörpers) erlitten haben, sind Hochrisiko-Patienten, die häufig weitere Brüche erleiden. Eine Behandlung nach erlittenem Bruch ist zwingend notwendig, wobei grundsätzlich eine dem Risiko angepasste Behandlung anzustreben ist.
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Die Grundlagen jeder Osteoporose-Therapie

Für die Therapie der Osteoporose sind die folgenden Punkte besonders bedeutsam:
  • Ausreichende Kalzium- und Vitamin-D-Zufuhr: Die WHO empfiehlt Frauen in den Wechseljahren und Männern über 65 Jahren die Aufnahme von mindestens 1.000 Milligramm Kalzium und 800 IE natürliches Vitamin D täglich durch Nahrung, vor allem Milch und Milchprodukte, Nahrungsergänzung oder Medikamente.
  • Bewegung, gegebenenfalls Krankengymnastik zum Muskelaufbau und zur Verbesserung von Koordination, Fitness und Reaktionsvermögen
  • Vermeidung von Stürzen
  • Vermeidung von Untergewicht
  • Bei Schmerzen sollte eine angepasste Schmerztherapie erfolgen.

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Medikamente für die Knochendichte

Bei Patienten, die bereits eine Osteoporose entwickelt haben, reichen allgemeine Maßnahmen wie eine gesunde Ernährung und Bewegung meistens nicht aus. Sie brauchen außerdem Medikamente für ihre Knochen. Es stehen mehrere Medikamente zur Therapie der Osteoporose zur Verfügung:
  • Kalzium und Vitamin D in Tablettenform: Kalzium wird für den Knochenaufbau benötigt und Vitamin D verbessert die Kalziumaufnahme aus dem Darm und den Einbau von Kalzium in den Knochen. Beide führen zu einer besseren Knochendichte und so zu einer Abnahme der Knochenbrüche.
  • Bisphosphonate: Diese Medikamente binden an die Knochenoberfläche – besonders an Stellen, an denen der Knochenabbau stark ist – und blockieren die Osteoklasten, die zum Knochenabbau führen. So wird der durch die Osteoporose bedingte Knochenabbau gebremst und die Bilanz von Abbau und Aufbau wird positiv, das heißt die Knochenmasse wird langsam erhöht. Dies führt zu einer stärkeren Belastbarkeit des Knochens. Seit Kurzem ist hier auch eine Tablette mit Langzeitwirkung zugelassen, die nur einmal im Monat eingenommen werden muss.
  • Strontiumranelat: Strontium ist ein Spurenelement, das dem Kalzium ähnelt. Kombiniert mit Ranelicsäure ist es seit Herbst 2004 als Strontiumranelat für die Therapie bei Osteoporose zugelassen. Es hat ähnliche Wirkungen am Knochen wie Kalzium, steigert den Knochenaufbau und hemmt den Knochenabbau. Strontiumranelat sollte abends vor dem Schlafen getrennt von den anderen Osteoporose-Medikamenten eingenommen werden, da Kalzium und Vitamin D die Aufnahme des Medikaments hemmen.
  • Raloxifen (Selektiver Östrogen-Rezeptor-Modulator, SERM): beeinflusst östrogenabhängige Vorgänge und erhöht so die Knochendichte.
  • Kalzitonin und Fluorid: Sie spielen in der heutigen Therapie aufgrund ihres Nebenwirkungsprofils nur eine untergeordnete Rolle. Hormonersatztherapie (HET) bei Frauen: Es gibt Hinweise, dass eine langfristige Hormonersatztherapie einen günstigen Effekt auf die Knochen hat. Über eine Hormonersatztherapie sollten der Hausarzt und der Frauenarzt gemeinsam mit der betroffenen Patientin unter Abwägung aller Vorteile und Risiken entscheiden.

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Mit Sport die Knochen stärken

Bewegung beugt Osteoporose vor, zugleich ist sie aber auch ein ganz entscheidender Teil der Osteoporose-Therapie. Bei jeder Bewegung üben nämlich die Muskeln einen Reiz auf die Knochen aus, sodass der Knochenaufbau aktiviert wird. Durch diese Beanspruchung nimmt die Knochenmasse zu, genauso wie die Muskelmasse. Ohne Training hingegen kommt es zum Abbau von Knochen- und Muskelmasse. Kräftige Muskeln sind außerdem wichtig, um eine gute Körperhaltung zu ermöglichen, das Gleichgewicht und die Beweglichkeit zu verbessern und Stürze zu vermeiden.
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Grundregeln für das körperliche Training bei Osteoporose

  • Jede Bewegung zählt
  • Überanstrengen Sie sich nicht
  • Nutzen Sie jede Möglichkeit im Alltag, sich zu bewegen
  • Machen Sie jeden Tag einen strammen Spaziergang
  • Halten Sie die Wirbelsäule gerade
  • Bücken Sie sich nicht mit rundem Rücken, sondern gehen Sie in die Knie
  • Tragen Sie nicht zu schwer, lieber mehrere kleine Lasten
  • Machen Sie drei- bis viermal pro Woche Bewegungsübungen
  • Wenn Sie schwer betroffen sind, sollten Sie unter fachkundiger Anleitung üben, um Fehlern und möglichen negativen Folgen vorzubeugen
Geeignete Sportarten für Osteoporose-Patienten sind:
  • Wandern und schnelles Gehen
  • Skilanglauf
  • Schwimmen
  • Tanzen
Bedingt geeignet sind:
  • Radfahren
  • Reiten (nur für Geübte)
  • Ski Alpin (nur für Geübte)
  • Tischtennis
Nicht geeignet sind:
  • Mannschaftsspiele wie Handball oder Fußball aufgrund der Gefahr von Stürzen
  • Kampfsportarten
  • Squash
  • Tennis

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Dose mit Tabletten
© Shutterstock
Spezielle Medikamente sollen den Knochenabbau hemmen und den -aufbau fördern.
Skilanglauf
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Sportarten wie Skilanglauf, Schwimmen, Wandern oder Tanzen sind empfehlenswert, weil sie den Knochenaufbau fördern.
Judo
© iStockphoto
Kampfsportarten sind aufgrund des hohen Sturzrisikos und der Gefahr von Knochenbrüchen nicht geeignet.