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Therapie bei Halsschmerzen



Komplikationen können entstehen, wenn Halsschmerzen (Halsentzündung) über einen längeren Zeitraum anhalten und der Körper mit den Krankheitserregern nicht fertig wird.

Auf der durch Viren vorgeschädigten Schleimhaut können sich dann Bakterien einnisten, häufig sind es Streptokokken der Gruppe A oder Staphylokokken. Beide sind im Volksmund auch als Eiterbakterien bekannt. Diese können eine Mandelentzündung (Angina) oder eine eitrige Angina auslösen.

Bei Verdacht auf eine Mandelentzündung oder eine eitrige Angina sollten Sie einen Arzt zu Rate ziehen. Er stellt die Diagnose und entscheidet, ob Antibiotika oder andere Medikamente zur Therapie der Halsschmerzen eingenommen werden sollen. Das ist wichtig, damit sich die Bakterien nicht weiter ausbreiten und andere Organe befallen.

Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn
  • die Halsschmerzen länger anhalten als die eigentliche Erkältung
  • Fieber länger als drei Tage anhält
  • die Körpertemperatur über 39 Grad Celsius steigt
  • Sie im Rachen einen Belag entdecken, der gelblich grün schimmert
  • Sie Schluckbeschwerden haben
  • die Lymphknoten am Hals stark anschwellen und ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl einsetzt
Ist die Diagnose sicher und die Ursache bekannt, kann man Halsentzündungen nach Rücksprache mit dem Arzt auch selbst behandeln. Pflanzliche Mittel können gegen Halsentzündungen eingesetzt werden. Zudem sollten Sie bei der Therapie von Halsschmerzen einige weitere Dinge beachten:

Gutes Raumklima unterstützt die Therapie von Halsschmerzen

Bei der Therapie von Halsschmerzen ist es wichtig, die Schleimhäute feucht zu halten. Befeuchten Sie daher die Raumluft und meiden Sie trockene oder verrauchte Räume. Wenn Sie ein flaches Gefäß mit Wasser füllen, können Sie die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer erhöhen. Den gleichen Effekt erreichen Sie, wenn Sie feuchte Tücher aufhängen oder das Teewasser etwas länger kochen lassen.

Therapie von Halsschmerzen: Erhöhter Flüssigkeitsbedarf

Trinken Sie ausreichend, aber nicht übermäßig. Atemweginfektionen führen durch Schwitzen, Niesen, eine laufende Nase und geschwollene Schleimhäute zu einem erhöhten Flüssigkeitsbedarf. Wissenschaftler vermuten, dass der Körper selbst dem Flüssigkeitsverlust entgegenwirkt und die Wasserausscheidung über die Niere drosselt. Dies gilt besonders für Infektionen der unteren Atemwege. Deshalb sollte die täglich zugeführte Flüssigkeitsmenge während der Therapie von Infektionen der unteren Luftwege zwei Liter nicht übersteigen.

Wenn der Körper das Wasser konservierende Hormon ADH (antidiuretisches Hormon) ausgeschüttet hat, können übermäßig viel getrunkene Flüssigkeitsmengen zum Problem werden. Sie können nicht ausgeschieden werden und bringen den Salzhaushalt des Körpers durcheinander. Das wiederum kann zu Reizbarkeit, Verwirrtheit, Müdigkeit und Übelkeit führen. Seien Sie daher sorgsam mit der Trinkmenge, und lassen Sie im Zweifelsfall einen Arzt eine Lungenentzündung ausschließen.
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