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descriptionMann niest ins Taschentuch
Sie sind meist ungefährlich, aber lästig: Oft schlagen Erkältungen mehrmals im Jahr zu – denn die Viren breiten sich beim Sprechen oder per Händedruck aus.
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Halsschmerzen, Husten, Schnupfen – das ist der Steckbrief jeder Erkältung. Kinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind besonders gefährdet.
descriptionTeekanne mit Tasse
Erkältungsbeschwerden lassen sich sanft, aber wirksam angehen – mit Hausmitteln, Heilpflanzen und weiteren Hilfen aus der Apotheke.
descriptionArzt hört Rücken mit Stethoskop ab
Manchmal können sich aus einer Erkältung andere Infektionen entwickeln – aus Halsschmerzen z.B. eine Kehlkopfentzündung, aus Reizhusten eine Bronchitis.
descriptionFrau im Schnee
Am besten erst gar keine Erkältung bekommen – ein starkes Immunsystem ist der beste Schutz. Was Sie selbst dazu tun können und wie wichtig auch Hygiene ist.
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Massive Infektionen drohen

Erkältungen werden durch bestimmte Viren ausgelöst, die der Köper meist rasch besiegt. Allerdings kann der Infekt die Schleimhäute so schwächen, dass sie für Bakterien angreifbar werden. Aus einem einfachen Schnupfen kann sich so zum Beispiel eine Nasennebenhöhlenentzündung entwickeln. Wenn sich die Beschwerden verschlimmern oder Anzeichen einer bakteriellen Infektion auftreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Im Überblick



Wenn auf die Vireninfektion, die die Erkältung ausgelöst hat, eine Infektion mit Bakterien folgt, kann es zu Folgeerkrankungen kommen. Durch Husten und Schnupfen ist die Schleimhaut vorgeschädigt, was einen Bakterienbefall erleichtert. Mögliche Komplikationen sind:
  • Entzündung in den Bronchien, das heißt in den größeren verzweigten Atemwegen (Bronchitis)
  • Entzündung der Rachenschleimhaut (Pharyngitis)
  • Mandelentzündung (Angina tonsillaris oder Tonsillitis)
  • Entzündung der Lymphbahnen der seitlichen Rachenwand (Seitenstrangangina)
  • Kehlkopfentzündung (Laryngitis)
  • Entzündung der Nasennebenhöhlen (Sinusitis)
  • Mittelohrentzündung (Otitis media)
  • Lungenentzündung (Pneumonie)
Seltenere, aber sehr gefährliche Krankheitsfolgen sind

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Komplikationen bei Halsschmerzen

Komplikationen können entstehen, wenn Halsschmerzen über einen längeren Zeitraum anhalten und der Körper die Krankheitserreger nicht mehr abwehren kann. Auf der durch Viren vorgeschädigten Schleimhaut nisten sich dann häufig Streptokokken (Eiterbakterien) ein. Diese können eine Mandelentzündung (Angina) oder eine eitrige Angina auslösen. Bei Verdacht auf eine Mandelentzündung oder eine eitrige Angina sollten Sie einen Arzt zu Rate ziehen. Er stellt die Diagnose und entscheidet, ob Antibiotika oder andere Medikamente eingenommen werden sollen. Das ist wichtig, damit sich die Bakterien nicht weiter ausbreiten und andere Organe befallen.

Ausbreitung auf andere Organe

Die Bakterien können auch die Bronchien (Bronchitis), die Lunge (Lungenentzündung), die Nasennebenhöhlen (Sinusitis) oder das Ohr (Mittelohrentzündung) befallen. Seltene, aber sehr schwere Krankheitsfolgen treten auf, wenn das Herz (Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündung) oder die Hirnhäute (Hirnhautentzündung) befallen werden.
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Komplikationen bei Husten

Auch Husten kann gefährlich werden, wenn auf die ursprüngliche Vireninfektion eine Bakterieninfektion folgt. Ein deutliches Anzeichen für eine bakterielle Infektion ist, dass sich das Husten-Sekret gelb oder grün verfärbt. Dann sollten Sie einen Arzt aufsuchen, der entscheidet, ob Antibiotika nötig sind. Sonst können die Bakterien auch bei Husten andere Organe befallen.
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Komplikationen bei Schnupfen

Schnupfen ist häufig harmlos, aber es gibt auch Komplikationen. Die Nasennebenhöhlen stehen mit dem Naseninneren in Verbindung. Normalerweise schützt eine Schleimhaut, die Nase und Nebenhöhlen auskleidet, den Organismus vor Fremdkörpern und Infekten. Mit Hilfe von Flimmerhärchen filtert sie Staub und Schmutzpartikel bis zu einer bestimmten Größe ab. Gleichzeitig sorgen die Flimmerhärchen für den Abtransport von Nasenschleim zum Rachen. Damit Krankheitserreger gar nicht erst eindringen können, sitzen in der Schleimhaut zahlreiche Abwehrzellen. Wird die Schleimhaut jedoch durch Viren geschädigt, kann diese wichtige Abwehrfunktion gestört sein. Nachfolgend nisten sich häufig Bakterien in die Schleimhaut ein und dringen bis zu den Nasennebenhöhlen vor. Eine häufige Komplikation bei Schnupfen ist deshalb die Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis).
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Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung)

Die Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) beginnt schleichend, der Betroffene glaubt zunächst, der Schnupfen sei überstanden, doch dann kommen typische Beschwerden wie:
  • dünnflüssiges, später zähflüssiges grüngelbes Sekret (eitrig)
  • verstopfte Nase
  • Schmerzen im Gesichtsbereich, zum Beispiel an Augen, Schläfen, Wangen, Stirn, Nasenwurzel oder Zahnschmerzen (Oberkiefer)
  • Verschlimmerung der Schmerzen beim Bücken
  • Fieber und allgemeines Unwohlsein
  • Schleim und Eiter an der Rachenhinterwand
  • gelegentlich auch Schwellungen im Gesichtsbereich
Krankheitsverlauf bei Sinusitis

In der Schleimhaut vermehren sich die Erreger und bilden einen eitrigen Entzündungsherd. Gleichzeitig setzt ein Druckgefühl an Augen, Schläfen, Wangen, Stirn, Nasenwurzel oder Kiefer ein, das beim Bücken verstärkt wird. Manche Menschen entwickeln auch Fieber. Das Immunsystem versucht so, die Krankheitserreger zu bekämpfen. Bei Körpertemperaturen über 39 Grad Celsius oder bei länger anhaltendem Fieber sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Sinusitis nicht verschleppen

Wenn die Sinusitis länger als eine Woche anhält, können die Beschwerden chronisch werden. Dann sollten Sie zum Arzt gehen. Er wird mit Ihnen besprechen, ob ein Antibiotikum oder andere Medikamente eingenommen werden sollen. Wichtig ist außerdem, dass die Bakterien nicht den benachbarten Kiefer, die Zähne oder das Mittelohr angreifen.
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Lungenentzündung (Pneumonie)

Sollten über die Atemwege gefährliche Krankheitserreger in den Körper eindringen, kann es zu einer Lungenentzündung (Pneumonie) kommen. Die Pneumonie kann akut oder chronisch verlaufen. Bei den infektiösen Pneumonien verursachen Krankheitserreger, die beim Einatmen in die Lunge gelangen, die Entzündung.

Wie hoch ist das Risiko für eine Lungenentzündung?

Bestimmte Personen sind besonders gefährdet, eine Lungenentzündung zu bekommen: Menschen, die an einer schweren Grunderkrankung leiden, zum Beispiel einer Herzschwäche, einem Tumor einer Nieren- oder Lungenerkrankung. Außerdem haben generell alle Menschen über 60 Jahre und Heimbewohner ein erhöhtes Risiko.

Wie macht sich eine Lungenentzündung bemerkbar?

Als typische Symptome einer Lungenentzündung gesellen sich bei jungen, sonst gesunden Menschen zu den normalen Erkältungssymptomen plötzlich Fieber, Schüttelfrost, Luftnot, eitriges Sekret beim Husten und manchmal Brustschmerzen. Eine Pneumonie im Alter beginnt hingegen oftmals sehr unscheinbar und schleichend ohne diese klassischen Krankheitszeichen. Eine Wesensveränderung oder eine plötzliche Sturzneigung können einziger Hinweis auf diese bedrohliche Erkrankung sein.

Frühzeitige Therapie ist wichtig

Da die Lungenentzündung trotz moderner Behandlungsmethoden insbesondere für ältere Menschen tödlich verlaufen kann, ist es entscheidend, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen und mit Antibiotika zu behandeln.
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Grafik: Bakterien
© Shutterstock
Wenn eine Infektion mit Bakterien auf die ursprüngliche Vireninfektion folgt, kann es zu Folgeerkrankungen kommen. Dazu zählen Bronchitis, Mandelentzündung, Sinusitis oder Lungenentzündung.
Grafik: Nase und Nebenhöhlen
© Shutterstock
Ist die Nasenschleimhaut durch Viren geschädigt, können Bakterien eindringen und in die Nebenhöhlen von Nase und Stirn vordringen. Dann kommt es dort zu einer Entzündung, der Sinusitis.
Grafik: Bronchien
© Shutterstock
Die Lungenentzündung äußert sich bei jungen Menschen durch Fieber, Schüttelfrost, Atemnot und Brustschmerzen. Bei älteren Patienten beginnt sie aber meist ohne eindeutige Symptome und wird daher oft erst spät erkannt.