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Der richtige Arzt



Bewegung, ausgewogene Ernährung, Rauchstopp – ein gesunder Lebensstil ist für einen Patienten mit Diabetes entscheidend. Ebenso wichtig ist eine gute ärztliche Behandlung. Schließlich lässt sich durch eine sorgfältige Kontrolle und Einstellung des Blutzuckers das Risiko für diabetische Spätfolgen erheblich reduzieren. Wie aber finden Sie den richtigen Arzt für die Behandlung der Zuckerkrankheit?

Auf der Suche nach dem richtigen Arzt können sich Patienten mit Diabetes nach einem Mediziner mit einer diabetologischen Zusatzausbildung erkundigen. Die meisten dieser Ärzte haben eine spezielle Qualifikation bei der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) erworben und führen die Bezeichnung „Diabetologe (DDG)“ auf ihrem Praxisschild. Zunehmend gibt es auch Ärzte, die während ihrer Facharztausbildung und danach tiefreichende klinische Kenntnisse über die Zuckerkrankheit erwerben und daraufhin die Zusatzbezeichnung Diabetologie von der zuständigen Ärztekammer erhalten können.

Hilfreich bei der Suche nach einem Diabetologen sind:
  • Das Internet: Viele niedergelassene Ärzte haben eine Homepage, auf der sie auch ihre Zusatzausbildungen erwähnen.
  • Krankenkassen: Sie können in der Regel schnell darüber Auskunft geben, wo sich in der Nähe ihres Wohnorts ein Arzt mit diabetologischer Zusatzausbildung befindet. Die Krankenkassen haben ein reges Interesse daran, diese Auskunft zu erteilen, da die Behandlung bei einem Experten unter dem Strich meistens die Behandlungskosten verringert.
  • Selbsthilfegruppen: Telefonnummern der örtlichen Diabetes-Selbsthilfegruppen stehen im Telefonbuch oder können beim Bundesverband des Deutschen Diabetiker Bundes in Erfahrung gebracht werden.
Wer es vorzieht, für die Behandlung der Zuckerkrankheit bei seinem vertrauten Hausarzt zu bleiben, sollte sich vergewissern, dass dieser die Diabeteserkrankung so behandelt, wie es Experten fordern. Dies kann der Patient an einer Reihe von Kriterien erkennen: Der für den Patienten mit Diabetes „richtige“ Arzt
  • misst neben dem normalen Blutzuckerwert auch regelmäßig den HbA1c-Wert. Dieser Wert ist sozusagen das „Blutzuckergedächtnis“ und sollte alle drei Monate kontrolliert werden.
  • untersucht den Urin mithilfe eines speziellen Tests alle sechs Monate auf geringe Mengen an Eiweiß (Albumin). So kann der Arzt bei Patienten mit Zuckerkrankheit Nierenschäden bereits im Frühstadium feststellen.
  • kontrolliert die Füße bei Patienten mit Diabetes regelmäßig auf Hautgeschwüre (Ulcera) und entzündliche Druckstellen.
  • misst bei jedem Besuch seines Patienten den Blutdruck. Ein normaler Blutdruck ist extrem wichtig, da er Gefäßschäden, die für Diabetes typisch sind, in Grenzen halten kann.
  • überweist seinen Patienten zu einem Augenarzt. Experten sind überzeugt: Die meisten erblindeten Diabetiker könnten noch sehen, wenn sie rechtzeitig zum Augenarzt gegangen wären. Die Augenkontrolle sollte einmal im Jahr stattfinden.
  • informiert Sie darüber, wie Sie durch Änderungen Ihres Lebensstils die Zuckerkrankheit beeinflussen können. Die Krankenkassen und der Deutsche Diabetiker Bund wissen, wo und wann Schulungen stattfinden.
  • rät zu einem Diabetiker-Pass. Der Pass garantiert eine komplette und regelmäßige Kontrolle aller diagnostischen Werte, die für die Zuckerkrankheit relevant sind. Der Pass ist in Diabetiker-Schulungen erhältlich.

HbA1c-Wert

Der HbA1c-Wert gilt als das Blutzuckergedächtnis. Anhand des HbA1c-Wertes beurteilt der Arzt die durchschnittliche Höhe des Blutzuckerspiegels in den letzten acht bis zwölf Wochen. Er ist damit eher ein Maß für die Blutzuckereinstellung als für die Diagnose an sich: Ist der Patient optimal eingestellt, wird der Wert niedrig sein, liegen die Blutzucker-Werte im Durchschnitt höher als normal, ist das am hohen HbA1c-Wert erkennbar. Ziel jeder guten Diabetestherapie ist:
  1. Die Ermittlung des individuell möglichen HbA1c-Wertes, im Allgemeinen zwischen 6,5 und 7,5 Prozent. Abweichungen sind je nach persönlicher Situation des Patienten möglich und sinnvoll. Ein Wert unter 6,5 Prozent sollte nur angestrebt werden, wenn der Patient dadurch nicht zwischenzeitlich unterzuckert.
  2. Die Einstellung des Patienten auf diesen individuellen Zielwert mithilfe der zur Verfügung stehenden nicht-medikamentösen und medikamentösen Verfahren.

Autoren und Quellen
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